Autounfall im Ausland: So gehen Sie richtig vor

Autounfall im Ausland: So gehen Sie richtig vor
25. Juli 2017 gutachtenamawi

Autounfall im Ausland: Darauf müssen Sie achten, wenn Sie in einen Unfall im Ausland verwickelt sind

 Es ist der Horror in jedem Urlaub: Eine kleine Unaufmerksamkeit eines anderen Fahrers und es entsteht ein Unfall im anderen Land. Sprachbarrieren, Temperamentunterschiede, möglicherweise unterschiedliche Rechtsgrundlagen im Unfallland: All das steht einer stressfreien Unfallabwicklung im Weg. Vermeiden Sie Stress im Urlaub und informieren Sie sich vorher darüber, was Sie im Falle eines Unfalls im Urlaub beachten sollten.

 

Unmittelbar nach dem Unfall im Ausland: Die ersten Schritte

Auch im Ausland müssen Sie nach einem Autounfall die Unfallstelle richtig absichern: Dazu gehört nicht nur, das Warnblinklicht einzuschalten und die Warnweste überzuziehen, sondern auch, das Warndreieck aufzustellen. Versorgen Sie, wenn nötig, verletzte Personen. Europaweit gilt übrigens die 112 als Notfallnummer. Räumen Sie anschließend die Unfallstelle so, dass der Verkehr weiter fließen kann.

 

Unfall im Urlaub: Muss ich die Polizei rufen?

Nicht in allen Ländern ist es vorgeschrieben, nach einem Unfall die Polizei zu rufen. Sollte ein Personenschaden oder ein schwerer Unfall im Ausland erfolgt sein, stehen Sie allerdings in der Pflicht, die Beamten zu alarmieren. Da die Schuldfrage aber bei einem Unfall im Ausland oft ein Streitpunkt ist, empfehlen wir gerade im Ausland die Polizei zu alarmieren. In jedem Fall sollten Sie mit der Handykamera selbst Schäden dokumentieren und das Unfallfahrzeug aus unterschiedlichen Positionen fotografieren. Achten Sie auch auf Bremsspuren, auf Fahrzeugreste, zum Beispiel Glassplitter oder Blechteile. Fotografieren Sie auch diese. Wichtig ist, die Daten der Person aufzunehmen, die in den Unfall verwickelt ist: Schreiben Sie sich das Autokennzeichen, den Namen und die Kontaktdaten auf. Überprüfen Sie, ob der Halter des Fahrzeugs und der Fahrer identisch sind. Notieren Sie anschließend bei abweichenden Daten auch diese. Weiterhin halten Sie Ort und Zeit des Unfalls im Ausland fest und notieren die Kontaktdaten von möglichen Zeugen.

Unfall im Ausland: Europäischer Unfallbericht

Bei der Abwicklung Ihrer Schadensdokumentation hilft Ihnen der Europäische Unfallbericht, den es in allen Sprachen zu downloaden gibt. Wir empfehlen Ihnen, davon gleich mehrere Exemplare in der Landessprache Ihres Urlaubslandes, in Ihrer Sprache und vielleicht auch in Englisch mitzuführen. Füllen Sie den Bericht gemeinsam mit allen Beteiligten aus. Vorsicht: Der Europäische Unfallbericht ist nur gültig, wenn am unteren Ende der Kästchenreihe die Summe der angekreuzten Kästchen eingetragen ist und wenn sowohl Sie als auch die andere beteiligte Person den Unfallbericht unterschreibt. Unterschreiben Sie keine Formulare in einer anderen Sprache, die Sie nach dem Unfall im Ausland nicht verstehen: Die Unterschrift ist nicht wieder rückgängig zu machen. Europäische Unfallberichte in unterschiedlichen Sprachen finden Sie hier.

 

Unfall im Urlaub: Die grüne Karte & der Zentralruf der Autoversicherer

Rufen Sie vor Ihrer Autofahrt ins Ausland bei Ihrer Versicherung an und beantragen Sie die „grüne Karte“, eine internationale Versicherungskarte, die in 46 Ländern als Versicherungsnachweis gilt. Das Mitführen der Karte, die die Haftpflichtversicherung bescheinigt, ist in vielen Ländern Pflicht.

Führt der Unfallgegner keine grüne Karte mit, können Sie beim Zentralruf der Autoversicherer  durch Mitteilen des KFZ-Kennzeichens herausfinden, bei welcher Versicherung der Unfallgegner versichert ist (Telefonnummer: 0180/25026). Vorsicht: Die Abfrage der Versicherung im Falle eines Unfalls im Ausland erspart nicht die Einleitung einer Schadensregulierung.

 

Unfall im Ausland: Versicherung informieren
Lassen Sie sich Vorort nie zu einem Schuldeingeständnis  zwingen und informieren Sie nach dem Unfall umgehend alle betreffenden Versicherungen. Das ist auf jeden Fall Ihre Kfz-Versicherung und wenn vorhanden die Rechtschutzversicherung oder die Versicherung Ihres Auslandschutzbriefes. Haben Sie körperliche Schäden, lassen Sie sich diese von einem Arzt attestieren.

Sind sie selbst der Verursacher des Unfalls benötigen Sie bei Sachschäden nicht unbedingt einen Anwalt, sollte es jedoch einen Personenschaden geben, verzichten Sie nicht darauf, einen Rechtsbeistand zu nehmen. Auch wenn Sie selbst körperlich Schaden genommen haben, hilft Ihnen ein Anwalt, mögliche Ansprüche einzufordern. Informieren Sie sich bei einem Unfall im Ausland darüber, ob es möglicherweise einen deutschsprachigen Anwalt gibt.

 

Unfall im Ausland: Wer zahlt? Seien Sie bei Ihrer Autoreise in den Urlaub gut abgesichert!

Wenn Sie selbst Schuld am Unfall im Ausland Schuld sind, übernimmt Ihre Versicherung die Schadensabwicklung. Sollten Sie am Unfall im Urlaub nicht Schuld sein, sind Sie auf die Kooperation des Unfallverursachers angewiesen. Nicht alle Kosten werden im Ausland von der gegnerischen Versicherung übernommen: Denken Sie daran, dass es trotzdem die Pflicht gibt, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Sollte das Auto durch ein paar Handgriffe fahrbar gemacht werden, sodass Sie es nach Deutschland überführen können, gibt es die Pflicht, das auszuführen. Wenn der Unfall korrekt aufgenommen wurde, können Sie auch aus Deutschland noch Ansprüche geltend machen.

 

Unfall im Ausland: Was tun, wenn der Verursacher nicht zahlt

Sollte nach drei Monaten nach dem Unfall im Urlaub noch kein Entschädigungsangebot da sein, steht Ihnen die Verkehrsopferhilfe  als Ansprechpartner zur Verfügung. Möglicherweise springt diese bei Nichtzahlung ein.

 

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