Was bedeutet Verkehrssicherheit?
Die Verkehrssicherheit eines Fahrzeugs ist im Straßenverkehrsrecht (StVZO) verankert. Ein Auto gilt als verkehrssicher, wenn von ihm keine Gefahr für die Insassen oder andere Verkehrsteilnehmer ausgeht. Alle sicherheitsrelevanten Systeme wie Bremsen, Lenkung, Reifen, Beleuchtung und tragende Teile müssen einwandfrei funktionieren. Nach einer Kollision ist die Überprüfung der Verkehrssicherheit durch einen Fachmann daher der wichtigste erste Schritt.
Der feine Unterschied: Fahrbereit vs. verkehrssicher
Viele verwechseln „fahrbereit“ und „verkehrssicher“. Ein Unfallwagen kann fahrbereit sein – sich also aus eigener Kraft bewegen – und dennoch fahruntauglich sein. Typische Beispiele sind gebrochene Scheinwerfer oder am Reifen schleifende Teile. Wer mit einem nicht verkehrssicheren Auto weiterfährt, riskiert empfindliche Bußgelder, Punkte und gefährdet das Leben anderer. Zudem kann die Versicherung bei Folgeschäden die Regulierung verweigern.
Die Relevanz im Kfz-Gutachten (Mietwagen & Ausfall)
Die Einstufung durch einen Kfz-Gutachter hat weitreichende finanzielle Folgen. Der Sachverständige dokumentiert im Schadengutachten verbindlich, ob das Fahrzeug noch verkehrssicher ist. Ist dies nicht der Fall, steht dem Geschädigten ab dem Unfalltag ein Mietwagen oder eine Nutzungsausfallentschädigung zu. Das Gutachten dient als Nachweis, dass die Anmietung im Sinne der Schadenminderungspflicht berechtigt war.
Fazit
Sicherheit geht vor. Lassen Sie die Verkehrssicherheit Ihres Autos nach einem Unfall stets durch einen unabhängigen Kfz-Gutachter prüfen, um rechtliche Risiken und finanzielle Nachteile zu vermeiden.