Was ist eine Rahmenvermessung?
Die Rahmenvermessung (auch Karosserievermessung) ist ein präzises, messtechnisches Verfahren im Kfz-Bereich. Dabei prüft ein Kfz-Gutachter oder eine Werkstatt, ob sich die tragenden Elemente der Karosserie – also der Fahrzeugrahmen – durch die Wucht eines Unfalls verformt haben. Mithilfe moderner, lasergestützter Messsysteme werden definierte Messpunkte am Unterboden des Fahrzeugs dreidimensional erfasst und mit den Werksvorgaben des Fahrzeugherstellers abgeglichen.
Wann ist eine Rahmenvermessung nötig?
Nicht jeder Parkrempler erfordert eine Vermessung des Rahmens. Sie ist jedoch dringend ratsam und wird vom Sachverständigen angeordnet, wenn es sich um einen schweren Aufprall handelt. Typische Indikatoren sind ausgelöste Airbags, Schäden an den Achsen oder Rädern, Deformierungen an Längsträgern sowie unregelmäßige Spaltmaße an Türen und Hauben. Auch wenn sich das Fahrverhalten nach dem Unfall verschlechtert hat, liefert das Verfahren verlässliche Gewissheit über den Zustand.
Relevanz für das Kfz-Gutachten
Für den Geschädigten hat das Messergebnis der Rahmenvermessung direkte finanzielle Konsequenzen. Zeigt das Protokoll eine Verformung des Rahmens, liegt oft ein wirtschaftlicher Totalschaden vor, da das Richten auf einer Richtbank extrem teuer ist. Aus Sicherheitsaspekten ist das Verfahren unverzichtbar: Ein verzogener Rahmen beeinträchtigt das Crashverhalten massiv. Die gegnerische Haftpflichtversicherung muss die Kosten für die Vermessung im Schadensfall als Schadenermittlungskosten übernehmen.
Fazit
Die Rahmenvermessung schützt Sie vor unsichtbaren Sicherheitsrisiken und liefert dem Kfz-Gutachter die nötigen Beweise für eine faire Regulierung.