Was ist die Vollkaskoversicherung?
Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung, die den umfassendsten Schutz für das eigene Fahrzeug bietet. Während die Teilkasko nur bei äußeren Einflüssen (wie Sturm, Diebstahl oder Wild) greift, deckt die Vollkasko auch selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Auto ab. Zudem reguliert sie Schäden durch Vandalismus und Fahrerflucht, wenn der Verursacher unbekannt bleibt.
Wann wird ein Kfz-Gutachten im Vollkaskofall benötigt?
Bei größeren Schäden ist die präzise Wertermittlung durch einen Sachverständigen unverzichtbar. Im Kaskofall gilt das vertragliche Weisungsrecht der Versicherung: Sie darf festlegen, wer den Schaden schätzt. Ein herstellerkonformes Gutachten ist dennoch wichtig, um den exakten Wiederbeschaffungswert und die Reparaturkosten zuverlässig zu ermitteln. Bei Streitigkeiten über die Schadenshöhe schützt das vertragliche Sachverständigenverfahren den Versicherten, indem ein neutrales Gegengutachten erstellt werden kann.
Selbstbeteiligung und die Rückstufung der SF-Klasse
Bei der Schadensregulierung über die Vollkasko wird die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung abgezogen. Im wichtigen Unterschied zur Teilkasko führt ein regulierter Vollkaskoschaden jedoch zu einer Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) und somit zu teureren Beiträgen im Folgejahr. Bei kleineren Schäden sollte daher vorab genau kalkuliert werden, ob eine Selbstzahlung auf lange Sicht wirtschaftlich sinnvoller ist.
Fazit
Die Vollkasko bietet optimalen Schutz bei Eigenverschulden und Vandalismus. Ein detailliertes Gutachten sichert im Schadensfall eine vertragsgemäße und faire Regulierung.